Mega-Trends in der Immobilienbranche

Fortschritt, Transformation – und mittendrin der Mensch

Die folgenden sechs Megathemen beschäftigen die Immobilienbranche seit einiger Zeit und werden es weiterhin. Zentral ist für uns dabei, sowohl Partner, als auch Kunden mit auf die Reise zu nehmen.

Das Buhlen um die Gunst von Mieterinnen und Mietern wird sich für Liegenschaftsbesitzer in den nächsten Jahren verschärfen. Die einzelnen Player können den gesellschaftlichen Umwälzungen und dem technologischen Fortschritt proaktiv und erfolgreich begegnen, indem sie Trends und daraus folgende Entwicklungen analysieren und entsprechend agieren. Wir unterstützen unsere Kunden dabei.

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Individualisierung

Individualität bedeutet die Freiheit zu wählen und hat Auswirkungen auf unsere gesamte Lebensweise – auch auf die Art, wie wir heute und in Zukunft wohnen und arbeiten. Das digitale Zeitalter eröffnet der Individualisierung nochmals eine völlig neue Dimension. Dank den modernen Möglichkeiten bei Datenanalysen, Datenmanagement und Datennutzung können Kundenwunsch und Angebot individuell harmonisiert werden. Und je genauer die Marktleistung zu den Erwartungen und Bedürfnissen jedes einzelnen Kunden passt, desto glücklicher ist er. Mit der Individualisierung lassen sich Services verbessern und die Kundenzufriedenheit steigern.

Livit arbeitet mit Hochdruck daran, Werkzeuge zu entwickeln, mit denen wir die Individualisierung für unsere Kunden zum entscheidenden Vorteil machen können. Wir tun das in sämtlichen Bereichen: in der Bewirtschaftung, dem Vermietungs- und Baumanagement sowie dem Facility Management.

Konkrete innovative Beispiele wie der digitale Vermietungsprozess oder das elektronische Auftragsmanagement (zentrale Auftragserteilung der Bewirtschaftung an ihre Lieferanten, automatisierte Prozesskommunikation mit Mietern, Eigentümern, Lieferanten) ermöglichen eine effizientere Abwicklung für alle Parteien und führen zu einer verbesserten, individuellen Kundenbetreuung entlang der gesamten Customer Journey.

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Urbanisierung

Schweizer Städte werden grösser, die Verdichtung nimmt zu und die Anzahl Menschen in den Zentren wird weiter steigen. Dörfer in der Agglomeration entwickeln sich zu Vorstädten, die Stadtgrenzen werden verschmelzen. Diese urbanen Veränderungen erfordern eine effiziente und infrastrukturelle Planung, um dem rasanten Wachstum gerecht zu werden.

Energieeffiziente Gebäude, die Reduktion von Verschwendung und die Nutzung erneuerbaren Energien – auch in der Mobilität – werden die Städte von morgen prägen. Livit beschäftigt sich schon heute mit den wichtigsten Konsequenzen der Urbanisierung: dem aktuellen Raumangebot und dem künftigen Raumbedarf, der Leerstands- und Zentrumsbewirtschaftung, der Lebens- und Arbeitsqualität, der Wohnungsgrössen, Gewerbeflächen und Ausbaustandards, der Verkehrsanbindung und deren Einfluss auf künftige Vermietbarkeit sowie der Nutzung und Umnutzung.

Auch im Kontext der Urbanisierung stellt Livit die Menschen ins Zentrum: Was für Mieter attraktiv ist, wird für Eigentümer rentabel. Wir entwickeln neue Services und neue Vermietungsmodelle, vernetzen das Baumanagement mit dem Vermietungsmanagement, erweitern das Angebot im Faciltiy Management, entwerfen BIM-Bewirtschaftungskonzepte und beraten Eigentümer in Zukunftsfragen. 

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Silver Society

Die Lebenserwartung steigt, die Menschen bleiben länger gesund – und somit auch länger in den eigenen vier Wänden. Die Gruppe der wohlhabenden, sich im Ruhestand befindenden Personen (Silver Society) wächst. Sie ist mit dem Internet sowie den sozialen Medien vertraut, wohnt bevorzugt in der Stadt oder in Stadtnähe, möchte möglichst lange unabhängig im eigenen Zuhause wohnen bleiben und weiterhin aktiv am Gesellschaftsleben teilnehmen.

Diese soziodemografische Verschiebung erfordert neue infrastrukturelle und servicebezogene Leistungen. Die Nachfrage und der Anspruch an das Raum-, Wohnungs- und Dienstleistungsangebot verändern sich und verlangen nach innovativen Lösungen wie unterstützende Dienste, alternative gemeinschaftliche Wohnformen, kreative und flexible Raumkonzepte, zeitgemässe Kommunikationsinfrastrukturen und Sicherheitsinstallationen. Zu vollführen ist ein wahrer Spagat: Denn wenngleich die Silver Society im Umgang mit der Digitalisierung durchaus geübt ist, bevorzugt sie häufig altbekannte Kommunikationswege und Entscheidungshilfen: «digital first» hat hier tatsächlich nur in beschränktem Masse Gültigkeit.

Livit hat die Wichtigkeit dieser Entwicklung erkannt und die Silver Society zu einem strategischen Schwerpunkt gemacht. Wir bereiten sowohl Eigentümer als auch Mieter auf die neuen Anforderungen und Chancen vor und begleiten sie im Veränderungsprozess. 

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Wissensgesellschaft

Der globale Bildungsstand ist heute so hoch wie nie zuvor. Wissensgesellschaften sind dank dem Internet auf dem Vormarsch. Ihnen ist gemein, dass ihre Mitglieder nebst professionellen Ausbildungen uneingeschränkten Zugang zu den im Netz verfügbaren Informationen haben, diese kritisch und uneingeschränkt nutzen und sich eine eigene Meinung bilden können. 

Im virtuellen Raum des Internets ist alles Wissen – der Rohstoff der digitalisierten Welt – komfortabel und jederzeit verfügbar. Das Internet der Dinge verwandelt auch Infrastrukturen und die Nutzung von Immobilien fundamental. Eigentümer und Dienstleister können die breite Informationsmasse und Big Data für Benchmark- und Marktanalysen ausschöpfen. Wie intelligent ist meine Liegenschaft? Ist sie energetisch auf dem aktuellen Stand? Was lohnt sich, was nicht? 

Auf der Konsumentenseite eröffnen die neuen Medien Plattformen, um Unternehmen, Liegenschaften und Dienstleistungen laufend kritisch zu bewerten. Kunden gewinnen an Macht, die Anbieterkommunikation wird sensibler. 

Künftige Herausforderungen bestehen darin, eine entsprechende Anbieterkommunikation aufzubauen sowie relevantes und richtiges Wissen vom Rest zu unterscheiden und dieses Wissen nutzbar umzusetzen. Livit setzt dafür auf die Faktoren Customer Services, Marktbeobachtung, Datenanalyse, Bildung und eine kontinuierliche Weiterbildung. Im Fokus steht dabei Unternehmenskompetenz: Aus Wissen soll Können werden, aus Allroundern Spezialisten. 

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New Work

Neue Arbeitsformen und Arbeitsmodelle sind bereits Realität. Die Digitalisierung ermöglicht in vielen Berufe ortsunabhängiges, zeitlich ungebundenes und vernetztes Arbeiten. New Work führt zu einer starken Veränderung des Arbeitsbegriffes und verlangt von Arbeitnehmern sowie Arbeitgebern, sich stetig anzupassen, neu zu orientieren und weiterzubilden. 

Auch für das Real Estate Management der Zukunft bietet New Work viele Chancen und Herausforderungen. Neue Unternehmensstrukturen und Arbeitsraummodelle der sogenannten Arbeitswelt 4.0 verlangen innovative Flächenkonzepte bei Neu- und Umbauten sowie Anpassungen in der Infrastruktur. Wenn künftig vermehrt ausserhalb der eigentlichen Geschäftsstandorte gearbeitet wird, kann dies für Unternehmen zu einer Verkleinerung der benötigten Fläche führen. Die verbleibenden Flächen sollen eine flexible Raum- und Arbeitsplatzgestaltung erlauben. Wohnobjekte wiederum erfordern für die Arbeit von Zuhause genügend Platz sowie eine leistungsstarke Telekommunikations- und IT-Umgebung. Um Liegenschaften zukunftsfähig zu machen und Leerstände zu vermeiden, müssen sie konzeptionell, funktionell, baulich und infrastrukturell die künftigen Ansprüche erfüllen. Flexibilität in Angebot und Nutzung wird zum neuen Renditetreiber.

Weiter ermöglichen digitale Planungsmethoden wie BIM (Building Information Modeling*) eine völlig neue Form der Zusammenarbeit im Real Estate Management. Bau-, Vermietungsmanagement und Bewirtschaftung werden dank Schnittstellen komplett miteinander vernetzt und arbeiten so – im Sinne unserer Kunden – optimal aufeinander abgestimmt. Das Facility Management erwarten neue technische, miteinander kommunizierende Gebäudeinstallationen, die bedient und gewartet werden wollen. Nebst standardisierten Low-tech-Services werden somit auch solche im High-tech-Bereich vermehrt zum Arbeitsalltag dazugehören und eine kontinuierliche Weiterbildung erfordern.

Wir bei Livit wissen, was New Work für Mieter, Eigentümer und unsere Mitarbeitenden bedeuten wird, und richten unsere Beratungsleistungen konsequent darauf aus.

* (Planungsbeteiligte holen sich für sie relevante Informationen zur richtigen Zeit aus dem gemeinsamen Model)
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Digitalisierung

Immer mehr Prozesse und Produkte existieren ausschliesslich digital. Internet of Things, Big Data, neue Arbeits-, Kommunikations- und Einkaufsformen, Virtual Reality, künstliche Intelligenz und automatisierte Mobilität – das ist die Zukunft.

Die Digitalisierung hat viele Vorteile, gerade wenn es um Vernetzung, Verwaltung, Bewirtschaftung oder Kundenbetreuung geht. Allerdings hat eine von Livit in Auftrag gegebene Studie durch das LINK Institut in Bezug auf die digitale Affinität der Befragten ein eher homogenes Gesamtbild aufgezeigt. Die digitale Affinität der Mieterinnen und Mieter darf also nicht überschätzt werden, dennoch sollte der Fokus darauf gelegt werden. Die Digitalisierung ermöglicht personalisierte Angebote und massgeschneiderte Services, sie sorgt im besten Fall für einen Zeitgewinn – auf der anderen Seite fördert sie vielerorts Abwehrreaktionen, gerade wenn es um persönliche Daten und Anliegen geht. Es gilt, sich dessen bewusst zu sein und die persönliche Betreuung weiterhin vermehrt zu gewichten.

Livit investiert grosse Mittel in die Digitalisierung, um Immobilien für Eigentümer gewinnbringend zu betreuen und für Mieter attraktiv zu machen. Schwerpunkte wie digitale Vermietungsprozesse (virtuelle Wohnungsbesichtigungen, digitale Wohnungsabnahmen und -bewerbungen), Vermarktung mit Data Analytics (umfassende Datennutzung zur Ermittlung von Nachfrage-Scores für zielgerichtete und kosteneffiziente Werbemassnahmen) oder digitale Bewirtschaftung (papierlose, elektronische Ablage aller Liegenschafts- und Mietdossiers, elektronische Abwicklung des Customer Service, Auftragsmanagements, Supply Managements, der allgemeinen Korrespondenz oder der Rechnungsstellung) ermöglichen flexiblere und effizientere Zusammenarbeitsformen zwischen Mitarbeitenden und Kunden.

Die Effizienzsteigerung dieser Prozessoptimierungen ermöglichen uns, mehr Zeit für das Wesentliche zu schaffen: persönliche Beratung, hoch individualisierte Services und auf Faktengrundlagen basierendes, auf unsere Kunden ausgerichtetes, massgeschneidertes Real Estate Management.

Selbstverständlich reicht die Liste der Megathemen, die die Immobilienbranche tangieren, noch weiter. Nachhaltigkeit, Mobilität oder Migration sind beispielsweise drei weitere Bereiche, denen grösste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Gleichzeitig gilt es aber auch, Prioritäten zu setzen und den Fokus auf das zu richten, was aktuell für den Besitzer, den einzelnen Bewirtschafter, die Branche, für die Prozesse, für die Objekte und an erster Stelle natürlich für die Menschen, die diese beleben, Handlungsbedarf aufzeigt. Denn ein ganz grundlegend menschliches Bedürfnis wird sich selbst durch die digitale Transformation, durch New Work oder Urbanisierung kaum ändern – jenes nach einem Zuhause, in dem man sich wohl und geborgen fühlt.

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