Tipps zum Strom sparen

Ungefähr ein Drittel des Gesamtstromverbrauchs der Schweiz fällt in privaten Haushalten an. Hier liefern wir die wichtigsten Tipps, wie Sie den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt reduzieren können: So sparen Sie sowohl Strom, als auch Geld.

Tipp 1: Geräte komplett ausschalten

Die meisten Geräte werden pro Tag nur ein bis zwei Stunden aktiv genutzt. Dabei brauchen sie oft weniger Strom, als während der restlichen Zeit, in der sie sich nur im Stand-by-Modus befinden. Modems, Router, Drucker, Computer und fast alle anderen Geräte können mit einer Steckleiste mit Ein- und Ausschaltfunktion komplett vom Strom getrennt werden. 

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Der Stand-by-Modus ist ein Energiefresser

Der Stand-by-Modus ist im Grunde genommen nur eine Nebenfunktion von Geräten, die unnötig Strom verbraucht – nicht selten mehr als für die eigentliche Hauptfunktion. Wenn Sie Ihre Geräte vollständig ausschalten, können Sie viel Energie und Geld sparen. Allein in der Schweiz rechnet man mit einem Stand-by-Sparpotenzial von 160 Millionen Franken jährlich. 

Zusatztipp: Ladekabel entfernen 
Wenn Sie das Ladekabel aus Bequemlichkeit stecken lassen, kommen für jedes vergessene Ladekabel sinnlos mehrere Kilowattstunden zusammen. Ältere Ladegeräte sorgten für zusätzliche Stromkosten von mehreren Franken pro Jahr. Außerdem können manche Akkus durch Überladen kaputt gehen und schlecht isolierte Ladekabel sowie Billigteile können zu kleinen Stromstössen oder Überhitzung führen.

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Tipp 2: LED statt Glühbirnen

Neue LED- und Stromsparlampen brauchen nur einen Bruchteil der Energie, die ältere Leuchtmittel verbrauchen. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten, um das passende Leuchtmittel zu finden.

Zusatztipp: Umrechnen von Glühbirnen zu LED
Verwenden Sie folgende Formel: 10 x ursprüngliche Wattzahl = Richtwert Lumenzahl
Beispiel: eine 100W Glühbirne entspricht einem LED-Leuchtmittel mit ca. 1000 Lumen 

Tipp 3: Kühlschrank und Tiefkühler prüfen

  • Optimale Temperatur im Kühlschrank: 5 – 7 Grad.
    Dafür reicht oft die Einstellung auf Stufe 1. 
  • Optimale Temperatur im Tiefkühler: -18 Grad.
    Ein spezielles Eis- und Kühlschrankthermometer hilft zur Kontrolle. 

Zusatztipp: Den Tiefkühler zu enteisen lohnt sich!
Sobald sich eine sichtbare Eisschicht bildet, empfehlen wir, den Tiefkühler zu enteisen. Hier geht’s zur Anleitung.
 

Tipp 4: Energieetikette beachten

Fast alle Geräte sind heute mit einer Energieetikette gekennzeichnet. Dank einer Skala von Grün bis Rot wissen Sie sofort, welche Haushaltsgeräte wirklich sparsam sind. Die oberste Klasse ist immer die sparsamste. Klicken Sie hier für die Übersicht der verschieden Klassen.  

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Tipp 5: Sparsame Unterhaltungselektronik

Energy Star ist das Label für stromsparende Elektrogeräte wie Computer, Modem oder Drucker. Achten Sie deshalb beim Kauf auf das Gütezeichen «Energy Star», das Ihnen hilft, energieeffiziente Geräte beim Kauf zu erkennen.

Zusatztipp: Clever einkaufen – Beispiel Fernsehgerät
Nachfolgend ein paar Tipps beim Kauf eines neuen Fernsehers. 

  • Achten Sie auf die Bildschirmgrösse: Je grösser, umso höher der Verbrauch.
  • Berücksichtigen Sie die Energieetikette, bevor Sie einen Kauf tätigen (wählen Sie vorzugsweise ein Gerät der A++-Kategorie)
  • Prüfen Sie, ob Ihre Zusatzgeräte kompatibel sind.

Tipp 6: Lohnt sich eine Reparatur?

Ob sich eine Reparatur oder eher eine Neuanschaffung bei Elektrogeräten lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B. Alter, Energieklasse des Gerätes, Reparaturkosten, und Neupreis ab. Geräte, die mehr als zwölf Jahre alt sind, haben in der Regel einen hohen Stromverbrauch. Folgende Übersicht kann Ihnen bei der Beurteilung behilflich sein.

Zusatztipp: Kostenlos entsorgen
Händler, Hersteller und Importeure sind verpflichtet, jene Geräte gratis zurückzunehmen und fachgerecht zu entsorgen, die sie in ihrem Sortiment führen – auch wenn der Kunde kein neues Gerät kauft. Öffentliche Sammelstellen für alte Elektrogeräte gibt es in vielen Gemeinden und Städten.

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